Rolls-Royce Phantom I Springfield Brewster Sportster


Marke
Rolls-Royce
Model
Phantom I Springfield Brewster Sportster
Laufleistung
122395 Meilen
Kraftstoff
Benzin
Getriebe
Schaltgetriebe
Fahrerseite
Links
Exterieurfarbe
Dunkelrot und Schwarz
Innenausstattung
Grau
Leistung
110 PS
Hubraum
7668 cc
Karosserie
Sedan
Referenz
0001448

Rolls-Royce wurde Anfang des letzten Jahrhunderts durch den 40/50 HP Silver Ghost bekannt, der aufgrund seiner außergewöhnlichen Qualität von Autojournalisten den Beinamen „the best car in the world“ erhielt. Der Ruf als außergewöhnlich großes, luxuriöses, komfortables und vor allem exzellentes Fahrzeug ist seither ungebrochen. 1925 wurde der Silver Ghost vom 40/50 HP New Phantom abgelöst, der später als „Phantom I“ bekannt wurde. Inzwischen hatte Rolls-Royce eine Fabrik im amerikanischen Springfield (Massachusetts) errichtet, in der Fahrzeuge für den amerikanischen Markt montiert wurden. Dabei handelte es sich um Chassis, Motoren, Schutzbleche und ähnliche Bauteile. Die Karosserien wurden zu dieser Zeit von unabhängigen Karosseriebauern entworfen und gefertigt. Brewster gehörte zu den führenden amerikanischen Karosseriebauern und war so renommiert, dass das Unternehmen ab 1925 von Rolls-Royce übernommen wurde und eine eigene Modellreihe für das Rolls-Royce Phantom-Chassis entwickelte.

Brewster hat aus diesem Auto einen wunderschönen Sportster geschaffen. Die großzügige Karosserie mit dem üppigen grauen Veloursinterieur bietet den Raum einer Limousine, doch durch die relativ niedrige Dachlinie erhält das Fahrzeug eine sportliche Ausstrahlung. Das rot-schwarze Farbschema, die schönen schwarzen Speichenräder mit kontrastierenden Weißwandreifen, das Everflex-Verdeck, der zusätzliche Koffer hinten sowie die großen, separat angebrachten Scheinwerfer sind alles Designelemente, die diesen Phantom I zu einer auffällig majestätischen und zugleich elegant-sportlichen Erscheinung machen. Der zuverlässige 7668 cm³ Reihensechszylindermotor ist stark genug, um dem imposanten Fahrzeug einen lebendigen Charakter zu verleihen, mit dem es sich auch im heutigen Straßenverkehr glänzend behaupten kann.

Dieser Phantom I wurde 1929 neu an A.Y. Goyen aus Concord, Massachusetts, ausgeliefert. Der zweite Besitzer war der Geschäftsmann und Diplomat George Howard Earle III, der von 1934 bis 1938 Gouverneur von Pennsylvania war und als Sondergesandter von Präsident Roosevelt für die Balkanländer diente. Im Jahr 1968 wurde der Phantom nach Originalmaßstäben restauriert und 1989 nach Deutschland verkauft. Derzeit ist das Fahrzeug auf belgische Kennzeichen zugelassen.

Dieser Rolls-Royce Phantom I befindet sich in einem sehr originalen Zustand. Nach der vollständigen Restaurierung in den 1960er Jahren wurde das Auto sorgfältig gepflegt und fahrbereit gehalten, wodurch es heute eine wunderschöne Patina aufweist. Der Motor wurde in der Vergangenheit ausgetauscht. Vor einigen Jahren hat LMB Racing aus Belgien eine umfangreiche Wartung an dem Fahrzeug durchgeführt. Technisch ist der Rolls-Royce somit in hervorragendem Zustand und bietet mit seinem auffälligen Erscheinungsbild und der fantastischen Patina ein echtes Genussfahrzeug.



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